Das Staffellöschfahrzeug im Detail

Das Staffellöschfahrzeug rückt im Brandfall als zweites Fahrzeug aus, um unter anderem die Wasserversorgung herzustellen, und wird durch eine Staffel besetzt. In der Mannschaftskabine des StLF können sich zwei Feuerwehreinsatzkräfte bereits während der Anfahrt zu einer Einsatzstelle mit Atemschutzgeräten ausrüsten.

Artikel zur Neubeschaffung (vom 5. Oktober 2015): Neues Staffellöschfahrzeug in Dienst gestellt

NEUENKIRCHEN. Die Ortsfeuerwehr Neuenkirchen konnte Anfang Oktober die offizielle Fahrzeugeinweihung ihres neuen Staffellöschfahrzeugs feiern. Das neue Fahrzeug löst ein 1989 in Dienst gestelltes Löschgruppenfahrzeug ab.

Ortsbrandmeister Dieter Bekkötter konnte zahlreiche Gäste zur feierlichen Veranstaltung am und im Feuerwehrhaus Neuenkirchen begrüßen – im Laufe des Abends nahmen insgesamt rund 300 Besucher teil. In einleitenden Worten stellte Bekkötter die Beschaffung entsprechend des Fahrzeugkonzeptes der Freiwilligen Feuerwehr Melle und die Besonderheiten des neuen Staffellöschfahrzeugs dar.

Das von der Firma Thoma auf ein MAN-Fahrgestell aufgebaute Fahrzeug verfügt über eine Staffelkabine und bietet somit sechs Einsatzkräften Platz. Obwohl das 26 Jahre alte Vorgängerfahrzeug noch Platz für neun Feuerwehrmitglieder bot, versprechen sich die Mitglieder der Ortsfeuerwehr viel von den technischen Neuerungen, die mit der Ersatzbeschaffung einhergingen.

Unter anderem können sich in der neuen Mannschaftskabine zwei Feuerwehreinsatzkräfte bereits während der Anfahrt zu einer Einsatzstelle mit Atemschutzgeräten ausrüsten. Zudem verfügt das neue Staffellöschfahrzeug über einen pneumatisch ausfahrbaren Lichtmast und insgesamt 600 Meter B-Schlauch, von denen 400 Meter während langsamer Fahrt direkt aus dem Fahrzeug verlegt werden können – waren hierfür früher noch mehrere Personen erforderlich, um diese Aufgabe in möglichst kurzer Zeit zu erledigen, werden heute nur noch zwei Einsatzkräfte benötigt.

Trotz aller technischen und konstruktiven Neuheiten konnte das Fahrzeug auf einem Fahrgestell mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 7,5 Tonnen realisiert werden. Dies ist besonders vor dem Hintergrund des sogenannten Feuerwehrführerscheins wichtig, der es Einsatzkräften von Feuerwehren im Land Niedersachsen erlaubt, nach einer entsprechenden Unterweisung und Prüfung die Fahrberechtigung der Klasse B auf Fahrzeuge mit bis zu 7,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht auszuweiten.

Ortsbürgermeister Volker Theo Eggeling überbrachte Grußworte des Ortsrates Neuenkirchen und führte in Vertretung für Rat und Verwaltung der Stadt Melle die symbolische Schlüsselübergabe durch. Ortsbrandmeister Bekkötter gab den erhaltenen Schlüssel unmittelbar an Stefan Kramm weiter, der als Gruppenführer für das neue Fahrzeug zuständig ist.

Von der Kreisfeuerwehr Osnabrück überbrachte der stellvertretende Abschnittsleiter Süd Ludger Flohre Grußworte anlässlich der Indienststellung des Staffellöschfahrzeugs. Auch der Stadtbrandmeister der Feuerwehr Melle Rainer Schlendermann freute sich mit den Neuenkirchener Feuerwehrmitgliedern über die Ersatzbeschaffung und blickte bereits auf die im kommenden Jahr anstehende Neubeschaffung des Einsatzleitwagens voraus.

Der Zugführer des Löschzuges Langenheide von der Feuerwehr Werther Dirk Riecke und der Leiter der Feuerwehr Spenge Thomas Reschke überbrachten Grußworte von den befreundeten Feuerwehren aus Nordrhein-Westfalen und überreichten Präsente anlässlich der Fahrzeugeinweihung.

Nils HoyermannNils Hoyermann, Arend Lührmann



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