22.12.2015 Von: Martin Dove

Brennende Kerzen stets im Auge behalten

MELLE. Unglücke und Brände sind zu jeder Zeit ein schlimmes und einschneidendes Ereignis – besonders aber an den bevorstehenden Feiertagen, an denen zudem das Risiko für Brände erhöht ist. Die Freiwillige Feuerwehr Melle gibt Tipps für ein sicheres Weihnachtsfest.


Wenn zu Weihnachten Stille und Besinnlichkeit einkehren, hofft die Freiwillige Feuerwehr Melle sowohl für die Meller Bürger als auch für ihre ehrenamtlichen Mitglieder auf eine ruhige Zeit ohne Unglücke oder Brände. Es sind aber gerade diese festlichen Tage, in denen vor allem Weihnachtsgestecke mit Kerzen das Brandrisiko deutlich ansteigen lassen.

Das A und O zur Weihnachtszeit: Brennende Kerzen dürfen keinesfalls unbeaufsichtigt bleiben. Die echten Kerzen müssen fest im Halter sitzen, und zwar in ausreichendem Abstand zu brennbaren Materialien. Hohe Brandgefahr entsteht zum Beispiel, wenn Kerzen direkt am trockenen Tannengrün befestigt sind und bis unten abbrennen. Wer das Zimmer verlässt – und wenn auch nur einen kurzen Augenblick –, muss alle brennenden Lichter unbedingt sorgfältig ablöschen.

Täuschend echte Wachskerzen mit Elektronik sind eine sichere Alternative

Sicherer ist es, elektronische Weihnachtsbeleuchtung zu verwenden. Es gibt inzwischen gut nachempfundene Produkte wie zum Beispiel Wachskerzen mit elektronischem Innenleben, die von echten Kerzen kaum noch zu unterscheiden sind. Auch elektronische Lichterketten für den Weihnachtsbaum sind deutlich sicherer als echte Kerzen – sie sollten jedoch über ein VDE-Logo verfügen und keine Schäden aufweisen. Auch defekte Leuchten müssen ausgetauscht werden, um eine Überhitzung zu vermeiden.

Wer dennoch nicht auf echte Kerzen verzichten möchte, sollte sie am Baum von oben nach unten und an der Rückseite beginnend anzünden. Die Kerzen werden in umgekehrter Reihenfolge abgelöscht. Sicherheitshalber sollten geeignete Löschmittel wie ein Feuerlöscher oder eine Löschdecke griffbereit in der Nähe vorhanden sein. Notfalls hilft auch ein Eimer mit Wasser, der hinter dem Sofa bereitsteht.

Eigene Löschversuche sind nur bei einem noch kleinen Entstehungsbrand sinnvoll und gefahrlos. Bei größeren Bränden oder starker Rauchentwicklung gilt es, Fenster und Türen zu schließen und den Gefahrenbereich unmittelbar zu verlassen. In jedem Fall sollte die Feuerwehr per Notruf 112 informiert werden.

Rauchmelderpflicht greift ab 1. Januar

Aus einer jahrelangen Empfehlung der Feuerwehren wird nach dem Ende einer Übergangsfrist nun in Kürze gesetzliche Pflicht: In Niedersachsen gehören ab 1. Januar Rauchwarnmelder in jede Wohnung, und zwar in alle Kinder- bzw. Schlafzimmer und in die Flure, die als Fluchtweg dienen. Die kleinen elektronischen Lebensretter warnen die Bewohner bei einem Brand schon frühzeitig und verschaffen ihnen so Zeit, zu reagieren bzw. sich in Sicherheit zu bringen.

Die Feuerwehr hofft zu Weihnachten auf umsichtige Meller, die gut aufpassen und so von einem Desaster zu Weihnachten verschont bleiben. Denn wenn Feuer oder Rauch die eigene Wohnung zerstören, ist das immer ein schlimmes und sehr einschneidendes Ereignis für die Betroffenen – ganz besonders in der Weihnachtszeit. Aber auch die Ehrenamtlichen selbst verbringen die besinnlichen Tage lieber bei ihren Familien, wenngleich sie sich auch während Weihnachten für Bürger in Not bereithalten.

Martin Dove




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