24.04.2017 Von: Mario Seppel

Erfolgreiche Gefahrgutübung in Riemsloh

RIEMSLOH. Im regulären zweiwöchentlichen Übungsdienst führten die Einsatzkräfte der Ortsfeuerwehr Riemsloh eine Gefahrgutübung bei der RUWAC Industriesauger GmbH an der Westhoyeler Straße in Riemsloh durch.


Das Übungsszenario von Ortsbrandmeister Heinz Bonhaus und Mario Seppel beinhaltete, dass es im Bereich des Wareneingangs auf dem Betriebsgelände der RUWAC Industriesauger GmbH zu einem Zwischenfall mit Gefahrgut gekommen ist. Ein Mitarbeiter hatte bei Rangierarbeiten eine Leckage an einem 200-Liter-Fass entdeckt und die Betriebsleitung informiert, welche die Regionalleitstelle Osnabrück über den Notruf 112 informierte.

Die mit dem Tanklöschfahrzeug ersteintreffenden Einsatzkräfte der Ortsfeuerwehr Riemsloh sperrten zunächst die Einsatzstelle mit einem Radius von 50 Metern ab und erkundeten die Lage. „Wir gehen hier auf Nummer sicher und halten erstmal einen Abstand von mindestens 50 Metern ein. Dies ist eine Standard-Einsatz-Regel (SER) für Gefahrgut, sodass wir die vorgefundene Einsatzlage systematisch und strukturiert abarbeiten können“, erläuterte der auf Ortsebene zuständige Gruppenführer Gefahrgut, Mario Seppel.

Nach Rücksprache mit der Betriebsleitung musste von einem gefährlichen Stoff ausgegangen werden, welcher noch nicht genau identifiziert werden konnte. Parallel bauten daher weitere Einsatzkräfte nach der Standard-Einsatz-Regel einen dreifachen Löschangriff und eine Not-Dekontaminationsstelle auf. Des Weiteren rüsteten sich zwei Trupps mit Chemikalien-Schutz-Anzügen (CSA) aus, um eine weitere Erkundung direkt an der Gefahrenstelle durchführen zu können.

„Ein weiterer Übungsschwerpunkt war die Kommunikation und die Ordnung des Raumes bei einem solchen Einsatz. Es ist sehr wichtig, dass die Kommunikation von den einzelnen taktischen Einheiten zentral in der Einsatzleitung zusammenläuft“, erläuterte Ortsbrandmeister Heinz Bonhaus. Die Besatzung des Einsatzleitwagens nutzte in diesem Zusammenhang die Möglichkeit, an verschiedenen Dienstabenden die digitale Dokumentationssoftware Ruatti zu erproben. „Die ersten Erfahrungen mit dieser Software sind äußerst positiv“, stellte Mario Seppel fest.

Die eingesetzten Trupps unter CSA konnten nach erster Eindämmung des auslaufenden Gefahrstoffes die Stoffnummer (laut dem Übungsszenario Salzsäure) an die Einsatzleitung übermitteln und anschließend weitere Maßnahmen zur Abdichtung des Behälters einleiten. Insgesamt waren rund 30 Einsatzkräfte unter der Leitung des stellv. Ortsbrandmeisters Daniel Riske im Einsatz.

In der Übungsnachbesprechung ließen Übungsleiter Heinz Bonhaus und Mario Seppel die Übung Revue passieren. „Das Zusammenspiel der einzelnen taktischen Einheiten und die Kommunikation zur Einsatzleitung haben sehr gut funktioniert. Alle Übungsziele konnten erfolgreich abgeschlossen werden“, lautete das Fazit der Übungsleitung.

Ortsbrandmeister Heinz Bonhaus bedankte sich bei der RUWAC Industriesauger GmbH für die Möglichkeit der Durchführung einer solchen Übung auf dem Betriebsgelände: „Wir können dadurch unsere Ortskenntnisse vertiefen und im Einsatzfall besser und schneller agieren“. Auch Geschäftsführer Axel Runge bedankte sich bei den anwesenden Einsatzkräften für das hohe ehrenamtliche Engagement. Auch bei der RUWAC Industriesauger GmbH sind Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Melle beschäftigt.

Mario Seppel




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