25.09.2016 Von: Martin Dove

Ortsfeuerwehren beweisen Vielfalt und Leistungsfähigkeit

BRUCHMÜHLEN. Die Ortsfeuerwehren aus Bruchmühlen und Riemsloh haben dem Ortsrat bei einer Übung an der Hünenburg ihre Vielfalt und Leistungsfähigkeit präsentiert. Menschenrettung, Brandbekämpfung, Technische Hilfeleistung und Einsatzleitung waren dabei die verschiedenen Anforderungen der Übung.


Ein erster Alarm an diesem Abend galt der Ortsfeuerwehr Bruchmühlen: Auf dem Gelände der Kinder- und Jugendhilfe Hünenburg sei es zu einem Brand mit vermissten Personen gekommen, lautete eine erste Meldung.

Bereits kurz nach dem Eintreffen der Besatzung des Tanklöschfahrzeugs Bruchmühlen war klar, dass weitere Unterstützung notwendig würde. Deshalb veranlasste Gruppenführer Sebastian Deutscher die sofortige Nachalarmierung der kompletten Alarmeinheit Riemsloh per Sirene, sodass die Ortsfeuerwehren Hoyel, Groß Aschen und Riemsloh ebenfalls zur Hünenburg anrückten.

Als wichtigste erste Maßnahme betraten mehrere Atemschutztrupps das Gebäude, um die vermissten Personen zu retten. Die weitere Betreuung und Versorgung der Geretteten übernahm anschließend das Deutsche Rote Kreuz aus Riemsloh. Anschließend leiteten mehrere Trupps eine Brandbekämpfung von mehreren Seiten ein. Um eine Ausbreitung der Flammen auf benachbarte Garagen zu unterbinden, stellten die Einsatzkräfte außerdem ein sogenanntes Hydroschild auf, das Funken und Hitze mit einer Wasserwand aufhält.

Um ausreichend Löschwasser an die brennende Scheune zu bringen, richtete weitere Kräfte an einem Teich in der Nähe die Wasserentnahmestelle ein und transportierten das Wasser über eine lange Wegstrecke zum Brandort.

Ein zweites Ereignis forderte die Einsatzkräfte auf der Rückseite des Gebäudes: Hier waren nach einem schweren Verkehrsunfall gleich mehrere Personen in ihrem Fahrzeug eingeklemmt. Die Ortsfeuerwehr Riemsloh war für die Befreiung der Verletzten zuständig. Die Einsatzkräfte setzten hydraulische Rettungsgeräte ein, um die Seiten des Fahrzeugs zu öffnen und so die Personen zu befreien. Auch um diese Verletzten kümmerte sich anschließend das DRK.

Die Koordination der Maßnahmen durch Einsatzleiter Herbert Landwehr erfolgte im Einsatzleitwagen der Kreisfeuerwehr Osnabrück. Die Mitglieder der IuK-Gruppe (Information und Kommunikation) nutzen die Übung in Bruchmühlen, um ihre Abläufe ebenfalls zu trainieren.

„In der heutigen Zeit ist es nicht mehr selbstverständlich, dass die Feuerwehr zum Üben kommen darf“

Thomas Aufdemkampe, Ortsbrandmeister

„Die Ziele unserer Übung waren vielfältig“, sagte Ortsbrandmeister Thomas Aufdemkampe beim anschließenden Treffen am Feuerwehrhaus Bruchmühlen. „Darum ist es für die Feuerwehr wichtig, die Örtlichkeiten der Einrichtung im Ernstfall zu kennen.“ Er zeigte sich besonders dankbar dafür, dass die Verantwortlichen der Hünenburg dieser Übung zugestimmt haben: „In der heutigen Zeit ist es nicht mehr selbstverständlich, dass die Feuerwehr zum Üben kommen darf“, sagte Aufdemkampe.

„Danke, dass wir teilnehmen durften; das war sehr beeindruckend. Ich habe das Gefühl, dass alles sehr strukturiert abgelaufen ist“, sagte Ortsbürgermeister Axel Uffmann. Diese Übung habe auch noch einmal gezeigt, wie wichtig die Ortsfeuerwehren in der Fläche seien, um vor Ort schnell und effektiv helfen zu können.

Martin Dove




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