26.04.2016

Übung: Feuerwehren aus Buer retten mehrere Personen

MARKENDORF. „Verdächtige Rauchentwicklung“ in einer Scheune des Hofes Welpinghaus in Markendorf. Diese Alarmierung bildete den Auftakt zur traditionellen Bueraner Ratsübung, in denen Ortsratsmitgliedern und Zuschauern eindrucksvoll vor Augen geführt wurde, wie professionelle Menschenrettung und Brandbekämpfung vonstattengehen.


„Das Einsatzszenario war von der ausrichtenden Feuerwehr Markendorf bis ins letzte Detail geplant“, erläuterte Markendorfs Ortsbrandmeister Andreas Hafer. Am Freitagabend ist ein Landwirt und weitere Helfer damit beschäftigt, die Hackschnitzelheizungsanlage zu befüllen. Dabei bricht plötzlich ein Feuer aus. In Sekundenschnelle kommt es zu einer starken Rauchentwicklung in der Scheune. Während es dem überwiegenden Teil der Helfer und dem Landwirt gelingt, sich in Sicherheit zu bringen, wird eine Person in der Scheune vermisst.

Als der stellvertretende Markendorfer Ortsbrandmeister und Einsatzleiter Henning Dreier kurz nach der Alarmierung vor Ort eintraf, nahm er eine erste Lageeinschätzung vor. Er ließ für die herbeigerufenen Kräfte auf der Druckemühlenstraße einen sogenannten Bereitstellungsraum einrichten. Von dort aus wurden die Feuerwehrleute und mittlerweile auch die ebenfalls alarmierten Sanitätshelfer des DRK Buer zielgerichtet zu den einzelnen Einsatzpunkten entsandt.

Vermisster rasch gerettet

Unmittelbar nach Ankunft drangen bereits zwei Angriffstrupps, ausgestattet mit Atemschutzgeräten, in die verrauchte Scheune vor. Den Brandbekämpfern gelang es mit Hilfe einer Wärmebildkamera rasch, die vermisste Person zu retten und anschließend dem Rettungsdienst zu übergeben.

Etwa zeitgleich lief ein groß angelegter Löscheinsatz an, zunächst mit Wasser aus den wasserführenden Fahrzeugen aus Markendorf und Buer. Parallel richteten Mitglieder der Ortsfeuerwehr Tittingdorf an dem ca. 350 Meter entfernten Drücke-Mühlenbach eine Staustelle als Wasserentnahmestelle ein und verlegten von dort aus eine Schlauchleitung zum Brandobjekt.

Eingeklemmte Person befreit

In unmittelbarer Nähe des Markendorfer Mannschaftstransportfahrzeugs (MTF) wurde eine Atemschutzüberwachungsstelle eingerichtet. Von dort aus, unter der Federführung von Gruppenführer Benjamin Böttcher, erfolgte die Menschenrettung. Unter Verwendung von technischen Hilfsmitteln wie Hebekissen und Rettungssatz musste eine weitere verletzte Person, die bei der Flucht aus der Scheune unter einer Landmaschine eingeklemmt wurde, von den Bueraner Kameraden gerettet werden.

Die Betreuung der beiden geretteten schwer verletzten Personen und der zwei weiteren Leichtverletzten erfolgte daraufhin durch die Helfer des Deutschen Roten Kreuzes aus Buer. Diese hatten unweit der Brandstelle eine Verletztensammel- und Betreuungsstelle aufgebaut.

Im Rahmen der abschließenden Spritzenzehr bedankte sich Ortsbrandmeister Andreas Hafer bei den etwa 50 Einsatzkräften für die Teilnahme an der Übung. Einen weiteren Dank richtete er an den Hausherren Volker Brinkschulte, der den Hof für die Übung zur Verfügung gestellt hatte.

Andreas Hafer

Jörn Hermsmeyer




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