Osterfeuer: Auf Nummer Sicher gehen

    Ein Artikel von:
    FFM
    Freiwillige Feuerwehr Melle
    Team Öffentlichkeitsarbeit

    27.03.2018

    MELLE. Osterfeuer haben eine lange Tradition – damit jedoch das Brauchtumsfeuer nicht zu einem Unglücksfall wird, hat der Feuerwehrverband Melle e. V. wichtige Tipps zur Sicherheit beim Abbrennen der Feuer zusammengestellt. Auch Meller Ortsfeuerwehren veranstalten in diesem Jahr wieder Osterfeuer.

    Bei der Stadt Melle bestehen für die Osterfeuer weder eine Anzeige- noch eine Genehmigungspflicht. Es dürfen allerdings ausschließlich nur Gehölz- und Strauchschnitt verbrannt werden. Nicht erlaubt ist zum Beispiel das Verbrennen von Kunststoffen, Plastiktüten, Obstkisten, Altreifen, Sperrholz, gestrichenen Fenstern und anderem Sperrmüll, da hier bei der Verbrennung gesundheitsbelastende Giftstoffe freigesetzt werden können.

    Beim Umschichten auf den Sicherheitsabstand achten

    Unmittelbar vor der Entzündung sollte das angelegte Osterfeuer umgeschichtet werden, um Tiere wie nistende Vögel oder Hasen und Igel vor dem Feuer zu retten. Beim Umschichten ist darauf zu achten, dass ein Sicherheitsabstand von mindestens 100 Metern zu Gebäuden, Waldstücken und Verkehrswegen eingehalten wird.

    „Sollte sich das noch nicht umgeschichtete Osterfeuer zu nah an Gebäuden oder Waldstücken befinden, muss beim Umschichten der Sicherheitsabstand von mindestens 100 Metern erreicht werden“, empfiehlt der Pressesprecher der Feuerwehr Melle, Martin Dove.

    Osterfeuer nach dem Anzünden weiter im Auge behalten

    Das Abbrennen des Osterfeuers ist ausschließlich am Karsamstag und Ostersonntag gestattet. Das Osterfeuer sollte in der Regel mit Beginn der Dämmerung entzündet und bis Mitternacht vollständig in Flammen aufgegangen sein.

    Das Feuer darf nicht mit flüssigen Brennstoffen (z. B. Benzin) entzündet werden. Dies ist nicht nur gefährlich, sondern darüber hinaus auch in höchstem Maße umweltschädlich, da Benzinreste im Boden versickern und Grundwasser verunreinigen können. Vor dem Anzünden sollte noch einmal die Windrichtung kontrolliert werden, da auffrischender Wind zu einer raschen Brandausbreitung führen kann (z.B. durch Funkenflug und Wärmestrahlung). Außerdem kann bei ungünstiger Windrichtung der Brandrauch zu einer Gefährdung des Straßenverkehrs führen.

    Verantwortlichen für die Sicherheit benennen

    Während des Abbrennens muss mindestens eine Person zur Absicherung ständig vor Ort sein. „Am besten benennt der Veranstalter eine verantwortliche Person, die den ganzen Abend die Sicherheit im Blick behält“, lautet der Hinweis von Martin Dove. Dabei sollte zum Beispiel auch beobachtet werden, ob sich das Osterfeuer unkontrolliert ausbreitet. Für den Fall der Fälle sollten außerdem geeignete Löschmittel bereitstehen, um das Feuer zu löschen.

    Feuerwehr Melle empfiehlt Kinderprogramm am Osterfeuer

    Gerade für die Kleinen birgt der Osterbrauch eine besondere Faszination. „Nichts ist am Osterabend spannender – aber auch kaum gefährlicher – als den Flammen ganz nah zu sein und wortwörtlich mit dem Feuer zu spielen“, warnt der Sprecher der Feuerwehr Melle. Deshalb sollten gerade die Kinder unter der Aufsicht eines Erwachsenen bleiben. Wenn sich die Faszination der Flammen gelegt hat, sorgt ein alternatives Kinderprogramm abseits des Feuers für mehr Sicherheit.

    Osterfeuer nur „kalt“ hinterlassen

    Das Feuer ist aus, wenn es vollständig erlöschen ist. Dies bezieht sich insbesondere auf Glutreste, da diese schon in Kombination mit auffrischendem Wind wieder ein Feuer entfachen könnten. Beim Verlassen der Feuerstelle sollte das Feuer noch einmal komplett mit Wasser abgelöscht werden. Der oder die Veranstalter können übrigens für alle Schäden, die im Zusammenhang mit dem Osterfeuer verursacht werden, verantwortlich gemacht werden.

    Im Ernstfall den Notruf 112 wählen

    Sollte das Feuer außer Kontrolle geraten oder sich eine Person verletzen, ist die Regionalleitstelle Osnabrück per Notruf 112 erreichbar. Gerade in ländlichen Gebieten sollten die eintreffenden Hilfskräfte vor Ort eingewiesen werden. Die Feuerwehr bzw. den Rettungsdienst ggf. an der Straße erwarten und zum Einsatzort lotsen. Die 16 Ortsfeuerwehren der Freiwilligen Feuerwehr Melle sind 365 Tage im Jahr, 24 Stunden am Tag einsatzbereit. Dies gilt auch über die Osterfeiertage.

    Meller Ortsfeuerwehren veranstalten Osterfeuer

    Auch Meller Ortsfeuerwehren bieten wieder Osterfeuer an – etwa in Neuenkirchen und Oldendorf. In Neuenkirchen wird am Karsamstag das Brauchtumsfeuer hinter der Siedlung „Krögers Mühle“ bei Rüter am Westring um 18:45 Uhr entzündet. In Oldendorf lodern die Flammen am Ostersonntag ab 19 Uhr hinter Blumen Kallenbach an der Osnabrücker Straße. Beide Veranstaltungen beginnen bereits um 18 Uhr.

    Mario Seppel, Martin Dove

    Nils Hoyermann