Ein Artikel von

Nils Hoyermann
Stellv. Pressesprecher
07.09.2020
07.09.2020

Bundesweiter Warntag in Deutschland

MELLE. Am 10. September 2020 wird es um 11 Uhr erstmals seit der Wiedervereinigung einen bundesweiten Probealarm mit allen vorhandenen Warnmöglichkeiten geben. Auch in der Stadt Melle werden daher am Donnerstag beispielsweise die Sirenen ertönen und Warn-Apps aktiviert.


Der bundesweite Warntag hat zum Ziel, die Funktion und den Ablauf der Warnung und Information der Bevölkerung verständlich zu machen und auf die verfügbaren Kommunikationskanäle aufmerksam zu machen. Am Aktionstag werden dafür in ganz Deutschland möglichst alle Warnmittel erprobt. Pünktlich um 11:00 Uhr werden diese zeitgleich in sämtlichen Bundesländern, in den Landkreisen und in den Kommunen mit einem Probealarm ausgelöst.

Bund, Länder und Kommunen sowie der Deutsche Wetterdienst und Hochwasserportale haben die Aufgabe, vor Gefahrenlagen und größeren Schadensereignissen zu warnen, welche die persönliche Sicherheit und das Eigentum gefährden können. Bei örtlichen Gefahren muss darüber hinaus rechtzeitig gewarnt, damit sich alle Empfangenden auf die Gefahr einstellen und richtig verhalten können. Zum richtigen Verhalten zählen zum Beispiel auch das Informieren des Familien- und Freundeskreises sowie der Nachbarschaft.

Anlassbezogene Warnungen über verschiedene Kanäle

Unwetter wie schwere Stürme, Gewitter oder Hitzewellen sowie Naturgefahren wie Hochwasser oder Erdbeben stellen Anlässe für Warnungen dar. Auch vor Krankheitserregern, Schadstoffaustritten, Ausfällen der gewohnten Versorgung mit Energie, Wasser oder Telekommunikation sowie Großbränden wird gewarnt. Weitere akute Gefahren wie Bombenentschärfungen und Gewalttaten erfordern möglicherweise ebenfalls Warnungen.

Eine Warnung erfolgt auf grundsätzlich auf unterschiedlichen Kanälen: Radio und Fernsehen, Internetseiten, Warn-Apps, soziale Medien, digitale Werbetafeln, Lautsprecherwagen oder auch Sirenen stehen als Verbreitungswege zur Verfügung. Viele der Warnmöglichkeiten enthalten Empfehlungen, was zum eigenen Schutz zu tun ist und wo weitere Informationen verfügbar sind.

Sirenen als Warnmittel mit dem gewissen Weckeffekt

Während viele der Kanäle nicht geeignet sind, um insbesondere schlafende Mitmenschen zu erreichen, haben Sirenen nach wie vor eine wichtige Eigenschaft: Sie sind ein Warnmittel mit Weckeffekt. Mit einem inzwischen bundesweit einheitlichen, auf- und abschwellenden Heulton weisen sie auf eine Gefahr hin. Weitere Informationen zur Gefahr sind dann über die verschiedenen Kanäle verfügbar. Mit einem einminütigen Dauerton geben Sirenen Entwarnung. Ein weiteres Sirenensignal ist ein einminütiger Dauerton mit zweimaliger Unterbrechung – hierüber erfolgt die zusätzliche Alarmierung bei Feuerwehrwehreinsätzen.

Ein Sirenenalarm ist daher in der Stadt Melle ein bekanntes Geräusch: Jeden vierten Samstag im Monat erfolgt neben den realen Alarmierungen ein entsprechender Probealarm. In vielen Kommunen wurden in der jüngsten Vergangenheit erhebliche Mittel in die Reaktivierung oder den Wiederaufbau eines Sirenennetzes investiert. „Das Ordnungsamt der Stadt Melle und auch die Freiwillige Feuerwehr Melle hatten den Mehrwert der Sirenenalarmierung stets im Blick, sodass wir uns nun nicht um eine Wiederbeschaffung bemühen mussten“, hebt Stadtbrandmeister Rainer Schlendermann hervor.

Selbstschutzfähigkeit stärken und Akzeptanz erhöhen

Der bundesweite Warntag wird ab dem Jahr 2020 jährlich an jedem zweiten Donnerstag im September stattfinden. Er soll auch zukünftig dazu beitragen, die Akzeptanz und das Wissen hinsichtlich der Warnung der Bevölkerung in Notlagen zu erhöhen und damit die Selbstschutzfähigkeit zu stärken. Weitere Informationen sind auch auf der Webseite www.warnung-der-bevoelkerung.de und unter #Warntag2020 zu finden.

Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, Nils Hoyermann

Martin Dove


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