Ein Artikel von

Martin Dove
Fachwart Presse-/Öffentlichkeitsarbeit
18.04.2022
18.04.2022

Meller Feuerwehrfahrzeuge treffen in der Ukraine ein

MELLE. Drei ausgediente Feuerwehrfahrzeuge aus Melle sind mit einer Hilfslieferung in der Ukraine eingetroffen. Die Stadt Melle hatte sich kurzerhand entschlossen, die in den vergangenen Monaten ersetzten Altfahrzeuge einer Hilfsaktion zur Verfügung zu stellen.


Die Stadt Melle unterstützt die Feuerwehr in der Ukraine mit drei ausgemusterten, aber trotzdem voll einsatzfähigen Feuerwehrfahrzeugen. Nach einem kurzen offiziellen Teil, an dem auf dem Gelände des Feuerwehrhauses in Melle-Mitte unter anderem Bürgermeisterin Jutta Dettmann, Stadtbrandmeister Rainer Schlendermann und stellvertretender Ortsbrandmeister Achim Schlörmann teilnahmen, wurden die Gefährte zunächst nach Bielefeld gebracht, um von dort aus im Rahmen einer vom Fachgroßhandel Carl Henkel initiierten Hilfsgüteraktion in die Ukraine transportiert zu werden.

Mit der Flagge der Ukraine in den Händen: Bürgermeisterin Jutta Dettmann (Mitte), Stadtbrandmeister Rainer Schlendermann (rechts, daneben) und stellvertretender Ortsbrandmeister Achim Schlörmann (links, daneben) schickten die drei Feuerwehrfahrzeuge im Beisein weiterer Feuerwehrmitglieder auf die Reise.

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Bei den Fahrzeugen, die zukünftig in der Ukraine zum Einsatz kommen sollen, handelt es sich um den Rüstwagen und um ein Löschgruppenfahrzeug der Ortsfeuerwehr Melle-Mitte sowie um einen Mannschaftstransportwagen der Ortsfeuerwehr Wellingholzhausen, die in jüngerer Vergangenheit außer Dienst gestellt worden waren und eigentlich über das Portal „zoll-auktion“ versteigert werden sollten.

Rasche Entscheidung getroffen

Nachdem die Stadt Melle über Stadtbrandmeister Rainer Schlendermann davon erfahren hatte, dass der Fachgroßhandel für Brandschutz-, Arbeitsschutz und Rettungsdienstausrüstung Carl Henkel aus Bielefeld unter Vermittlung des früheren Europaabgeordneten Elmar Brok und des Bürgermeisters von Kiew, Vitali Klitschko, eine Hilfsaktion für Feuerwehren in der Ukraine initiiert und um entsprechende Sachspenden bittet, ging alles Schlag auf Schlag: Die Stadt entschied, die drei ausgemusterten Fahrzeuge für diese Aktion zur Verfügung zu stellen. Anschließend griffen verschiedene Ortsfeuerwehren mit ins Rad, um den Rüstwagen aus dem Jahre 1988, das Löschgruppenfahrzeug, Baujahr 1991, und den im Jahre 2000 in Dienst gestellten Mannschaftstransportwagen mit Zubehör unterschiedlichster Art auszurüsten.

Unterstützung von Feuerwehren aus dem Osnabrücker Land

Auch zahlreiche weitere Feuerwehren aus dem Osnabrücker Land beteiligten sich mit Sachspenden – von Schutzkleidung über Leitern bis hin zu verschiedenen Geräten und Aggregaten. Das Material wurde zunächst bei der Ortsfeuerwehr Schledehausen gesammelt und ging jetzt mit auf die Reise zur nächsten Zwischenstation in Bielefeld. Von dort aus startete ein erster Konvoi mit Meller Fahrzeugen in Richtung Ukraine.

https://www.facebook.com/CarlHenkel.de/videos/516632220015685

Effiziente Hilfe vor Ort

„Wir haben die Entscheidung sehr schnell getroffen, weil mit den drei Fahrzeugen vor Ort in der Ukraine effiziente Hilfe geleistet werden kann – sei es bei Löscheinsätzen oder bei technischen Hilfeleistungen, um Leib und Leben von Menschen zu retten“, sagte Bürgermeisterin Jutta Dettmann. „Nun wünschen wir dem Rüstwagen, dem Löschgruppenfahrzeug und dem Mannschaftstransportwagen einen guten und raschen Transfer in die Ukraine.“

Für Stadtbrandmeister Rainer Schlendermann stand fest: „Falls mit dieser Aktion auch nur ein Menschenleben gerettet wird, hat sich das Ganze bereits gelohnt.“

Mittlerweile sind die beiden Großfahrzeuge in Kiew in der Ukraine eingetroffen. „Ich möchte mich ganz herzlich bedanken bei allen Freunden, die die Ukraine unterstützen, die unsere Leute unterstützen und diese Feuerwehrfahrzeuge hierher gebracht haben“, sagte der Bürgermeister von Kiew Vitali Klitschko im Interview auf n-tv. Sie bräuchten das in einer Zeit, in der die wichtigste Mission sei, die Menschen zu schützen.

Stadt Melle, Martin Dove

Martin Dove


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