Ein Artikel von

Freiwillige Feuerwehr Melle
Team Öffentlichkeitsarbeit
12.04.2014

Osterfeuer: Die Sicherheit im Blick behalten

Melle. Osterfeuer haben eine lange Tradition. Damit jedoch der Osterfeuerbrauch nicht zu einem Unglücksfall wird, hat der Feuerwehrverband Melle e. V. wichtige Tipps zur Sicherheit beim Abbrennen der Feuer zusammengestellt. Zwei Meller Ortsfeuerwehren organisieren selbst öffentliche Osterfeuer.


Nach eigenen Angaben besteht bei der Stadt Melle für die Osterfeuer weder eine Anzeige- noch eine Genehmigungspflicht. Es dürfen allerdings ausschließlich nur Gehölz- und Strauchschnitt verbrannt werden. Nicht erlaubt ist zum Beispiel das Verbrennen von Kunststoffen, Plastiktüten, Obstkisten, Altreifen, Sperrholz, gestrichenen Fenstern und anderem Sperrmüll, da hier bei der Verbrennung gesundheitsbelastende Giftstoffe freigesetzt werden können.

Beim Umschichten auf den Sicherheitsabstand achten

Unmittelbar vor der Entzündung sollte das angelegte Osterfeuer umgeschichtet werden, um Tieren wie nistenden Vögeln oder Hasen und Igeln vor dem Feuer zu retten. Beim Umschichten ist darauf zu achten, dass ein Sicherheitsabstand von mindestens 100 Metern zu Gebäuden, Waldstücken und Verkehrswegen eingehalten wird.

„Wenn sich das noch nicht umgeschichtete Osterfeuer zu nah an Gebäuden oder Waldrändern liegt, ist beim Umschichten ein neuer Platz mit dem geforderten Sicherheitsabstand zu wählen. So geht man auf Nummer Sicher“, empfiehlt der Neuenkirchener Ortsbrandmeister Dieter Bekkötter.

Osterfeuer nach dem Anzünden weiter im Auge behalten

Das Abbrennen des Osterfeuers ist ausschließlich am Karsamstag und Ostersonntag gestattet. Das Osterfeuer sollte in der Regel von Beginn der Dämmerung an entzündet und bis Mitternacht vollständig in Flammen aufgeganen sein. 

Das Feuer darf nicht mit flüssigen Brennstoffen (z. B. Benzin) entzündet werden. Das ist nicht nur gefährlich, sondern darüber hinaus auch in höchstem Maße umweltschädlich, da Benzinreste im Boden versickern und Grundwasser verseuchen können. Vor dem Anzünden sollte noch einmal die Windrichtung kontrolliert werden, da auffrischender Wind zu einer raschen Brandausbreitung führen kann (z.B. durch Funkenflug und Wärmestrahlung). Außerdem kann bei ungünstiger Windrichtung der Brandrauch zu einer Gefährdung des Straßenverkehrs führen.

Verantwortlichen für die Sicherheit benennen

Während des Abbrennens muss mindestens eine Person zur Absicherung ständig vor Ort sein. Am besten benennt der Veranstalter eine verantwortliche Person, die den ganzen Abend die Sicherheit im Blick behält. Dabei sollte zum Beispiel auch kontrolliert werden, ob sich das Osterfeuers unkontrolliert ausbreitet. Für den Fall der Fälle sollten geeignete Löschmittel bereitstehen, um das Feuer zu löschen.

Kinderprogramm schafft Sicherheit

Gerade für die Kleinen birgt der Osterbrauch eine besondere Faszination. Nichts ist am Osterabend spannender – aber auch kaum gefährlicher –, als den Flammen ganz nah zu sein und wortwörtlich mit dem Feuer zu spielen. Deshalb sollten gerade die Kinder unter der Aufsicht eines Erwachsenen bleiben. Wenn sich die Faszination der Flammen gelegt hat, sorgt ein alternatives Kinderprogramm abseits des Feuers für Sicherheit.

„Wir haben dieses Mal eine Kinderecke bei dem Osterfeuer. Dort gibt es leckere Waffeln und Kakao. Außerdem backen wir Stockbrot über dem Feuer“, sagt der Oldendorfer Ortsbrandmeister Stefan Dierker.

Osterfeuer nur „kalt“ hinterlassen

Das Feuer ist aus, wenn es vollständig erlöschen ist. Dies bezieht sich insbesondere auf Glutreste, da diese schon in Kombination mit auffrischenden Wind wieder ein Feuer entfachen könnten. Beim Verlassen der Feuerstelle sollte das Feuer noch einmal komplett mit Wasser abgelöscht werden. Der oder die Veranstalter können übrigens für alle Schäden, die im Zusammenhang mit dem Osterfeuer verursacht werden, verantwortlich gemacht werden.

Im Ernstfall den Notruf 112 wählen

Sollte das Feuer außer Kontrolle geraten oder sich eine Person verletzten, ist die Regionalleitstelle Osnabrück per Notruf 112 erreichbar. Gerade in ländlichen Gebieten sollten die eintreffenden Hilfskräfte vor Ort eingewiesen werden. Die Feuerwehr bzw. den Rettungsdienst ggf. an der Straße erwarten und zum Einsatzort lotsen. Die 16 Ortsfeuerwehren der Freiwilligen Feuerwehr Melle sind 365 Tage im Jahr, 24 Stunden am Tag einsatzbereit. Dies gilt auch über die Osterfeiertage.

Feuerwehren veranstalten Osterfeuer

Die Ortsfeuerwehren Neuenkirchen und Oldendorf veranstalten selbst öffentliche Osterfeuer. In Neuenkirchen wird am Karsamstag das Brauchtumsfeuer am Westring um 18.45 Uhr entzündet. In Oldendorf lodern die Flammen Ostersonntag ab 19 Uhr hinter Blumen Kallenbach an der Osnabrücker Straße. Beide Veranstaltungen beginnen bereits um 18 Uhr.

 

Weiteres Informationsmaterial

Die Stadt Melle informiert:

"Bei Osterfeuern ausschließlich Gehölz- und Strauchschnitt verwenden"

"Brauchtumsfeuer (Osterfeuer)"

"Osterfeuer"

 

Mario Seppel, Martin Dove  Nils Hoyermann


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