31.07.2018 Von: Daniel Riske, Martin Dove

Theoretisches Szenario praktisch geübt

RIEMSLOH. Dieser Brand hatte sich bislang nur in der theoretischen Ausbildung abgespielt. Jetzt nutzten die Ortsfeuerwehren Riemsloh und Groß Aschen ein vorbereitetes Planspiel-Szenario für einen gemeinsamen Dienstabend.


Beim Planspiel trainieren die Führungskräfte der Feuerwehr ihre wichtigsten Aufgaben – Lageerkundung, Beurteilung und Entscheidung – ganz ohne Mannschaft und Geräte im Schulungsraum. Als Grundlage werden zum Beispiel bearbeitete Bilder wie das Titelbild dieser Nachricht oder Modelllandschaften mit Gebäuden und Fahrzeugen herangezogen, um den strukturierten Weg zu einer Entscheidung zu üben.

Eines der bei der Ortsfeuerwehr Riemsloh zugrunde gelegten Szenarien war anhand eines realen Gebäudes am Windmühlenweg entstanden. „Es bot sich an, dieses Szenario einmal mit einer weiteren Ortsfeuerwehr in der Praxis anzuwenden“, erläutert der stellvertretende Ortsbrandmeister von Riemsloh, Daniel Riske.

Halle in Brand – Person vermisst

Die fiktive Situation spielte dabei an einem Donnerstagvormittag im Juli. Eine Halle war in Brand geraten. Da hier auch Kunstdünger gelagert war, beinhaltete der Brandrauch besonders giftige Bestandteile. Darüber hinaus war eine Person vermisst.

Der Einsatzleiter entschloss sich nach seiner Lageerkundung für folgende Einsatzmaßnahmen für die Ortsfeuerwehren Riemsloh und Groß Aschen: Oberste Priorität hatte die Personensuche in der Halle und im Wohnhaus mithilfe von Pressluftatmern. Zur Rettung war schließlich der Einsatz von Hebekissen erforderlich, weil der Vermisste unter dem Gabelstapler eingeklemmt war.

Riegelstellung schützt Wohnhaus

Weitere Einsatzkräfte richteten eine Riegelstellung ein, bei der mit Strahlrohren die Ausbreitung des Brandes auf das Wohnhaus verhindert wurde. Außerdem galt es, eine geeignete Wasserversorgung – in diesem Fall aus zwei Unterflurhydranten* – zu errichten und schließlich den Brand mit weiteren Strahlrohren zu bekämpfen.

Wie bereits beim Planspieltraining am „Reißbrett“ haben die Feuerwehrmitglieder das Szenario auch in der Realität gut bewältigt. „Die Zusammenarbeit der beiden beteiligten Ortsfeuerwehren hat gut funktioniert“, resümierte auch der stellvertretende Ortsbrandmeister Daniel Riske.

Daniel Riske, Martin Dove

Klaus Placke

 

*Hinweis: Dieser Dienstabend hat bereits am 12. Juni stattgefunden.




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