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MELLE. Die Ortsfeuerwehr Melle-Mitte hat jetzt ein Projekt abgeschlossen, bei dem die Kameraden einen neuen Mehrzweckraum für Jugendarbeit und Ausbildung geschaffen haben.
Die Jugendfeuerwehr Melle – Mitte besteht zurzeit aus 26 Jugendlichen. Sie werden von 8 Ausbildern aus der Einsatzabteilung der Ortsfeuerwehr betreut. Im vierzehntägigen Rhythmus finden im Feuerwehrhaus Melle - Mitte Dienstabende statt. Dabei gab es immer wieder Platzprobleme beim Ausbildungsdienst und in der allgemeinen Jugendarbeit.
Für den Ausbildungsdienst existierte nur ein großer Schulungsraum ohne zeitgemäße Präsentationstechnik und ohne Internetanschluss, der bedingt durch die Bauweise nicht teilbar ist. Gerade in der dunkleren Jahreszeit konnten mehrere Schulungen nicht angeboten werden, da weder Technik noch Räumlichkeiten in ausreichendem Maße zur Verfügung standen. Für die allgemeine Jugendarbeit fehlte außerdem ein Raum, in den sich die Jugendlichen auch für Projekte zurückziehen konnten, ohne diese nach dem Dienst sofort wieder aufwändig wegräumen zu müssen.
Schon ab dem Jahre 2000 wurden auf Initiative des damaligen Jugendfeuerwehrwartes Peter Knigge wiederholt Anläufe zur Realisierung eines Jugendraumes genommen. Die Gründe, warum die Arbeiten immer wieder verschoben wurden, waren vielfältig. Im Jahr 2009 konnten dann endlich die Weichen für die Umbaumaßnahmen gestellt werden. Es wurden hierfür folgende Anforderungen gestellt:
Diese Grundüberlegungen führten dazu, dass im Feuerwehrhaus Melle – Mitte ein bisher als Kleiderkammer genutzter Raum leer geräumt und für die Nutzung als Mehrzweckraum zur Verfügung gestellt wurde. Zunächst war geplant, nach einer einfachen Renovierung mit bereits bestehenden Materialien zu starten und später je nach Finanzlage den Jugendraum weiter auszustatten.
Bereits in der ersten Phase (Ausräumphase) stellte sich die Notwendigkeit heraus, dass in größerem Stil saniert werden musste. Die Fenster nach außen waren teils undicht, die Decke war ungedämmt und die Heizung war für die künftige Nutzung nicht mehr "up to date". In der vorangegangenen Planungs- und Entscheidungsphase waren eine neue Decke und zeitgemäße Heizungstechnik immer wieder ein Gesprächsthema. So wurden die Arbeiten nicht verzögert, sondern die Materialbestellungen und Aufträge konnten zeitnah versandt werden.
Die Verantwortlichen hatten den Baubeginn für Anfang Februar 2010 und die Fertigstellung für Ende Mai 2010 vorgesehen. Aus diesem Grund wurden schon im Januar Fördermöglichkeiten auf Stadt- und Landkreisebene gesucht und angefragt. Die Stadt Melle förderte die Maßnahme im Rahmen Ihrer Möglichkeiten über den Stadtjugendring Melle e.V., der Landkreis Osnabrück stellte Mittel aus seinem "100 Ideen Programm" zur Verfügung. Diese Mittel haben, zusammen mit den Fördermitteln anderer Sponsoren und Spendern, dazu geführt, dass die zunächst nicht geplanten Maßnahmen doch noch umgesetzt werden konten.
Folgende Arbeiten wurden im Rahmen der Umbaumaßnahmen getätigten. Die mit einem Sternchen * versehenen Arbeiten waren zunächst nicht vorgesehen und konnten erst durch die Zuschüsse realisiert werden.
Für die Jugendfeuerwehr Melle – Mitte stellt der Jugendraum einen Meilenstein in ihrer 33 jährigen Geschichte dar. Erstmals ist es möglich, einen Raum nach Vorstellungen der Jugendlichen zu nutzen ohne räumlich mit den Tätigkeiten der aktiven Einsatzabteilung zu kollidieren.
Bedanken möchten wir uns bei einer Vielzahl an Firmen und Einzelpersonen, die zur Realisierung dieses Projektes finanziell oder mit Rat und Tat zur Verfügung gestanden haben. Folgende Firmen möchten wir an dieser Stelle besonders erwähnen:
1. RWE Rheinland Westfalen Netz AG, Osnabrück
2. Firma Wellmann, Melle - Riemsloh
3. Firma Osmo Anlagenbau, Georgsmarienhütte
4. Firma Aqua Secure, Melle - Mitte
5. Firma EP: Uhlmannsiek, Bruchmühlen
6. Firma Kretschmann, Melle - Mitte
Danke aber auch an die vielen helfenden Hände aus der Ortsfeuerwehr Melle - Mitte. Hier sind nachhaltig Werte geschaffen worden. Gerade in einer Zeit, in der "miteinander" und "füreinander" immer mehr in den Hintergrund gedrängt werden und der Egoist manchmal überhand in der Gesellschaft zu nehmen scheint, wurde an dieser Stelle - wie so oft bei der Freiwilligen Feuerwehr - wieder einmal der große Zusammenhalt demonstriert.
