22.09.2016 Von: Nils Hoyermann

Länderübergreifende Übung im westfälischen Werther

THEENHAUSEN. Der Löschzug Langenheide der Feuerwehr Werther und die Ortsfeuerwehr Neuenkirchen absolvierten Mitte September eine gemeinsame Übung im Wertheraner Stadtteil Theenhausen: Ein Brand in einer Scheune bildete den Rahmen für die Übung, deren Schwerpunkte in diesem Jahr der Atemschutzeinsatz, die Wasserversorgung und die Kommunikation waren.


Der Startschuss für die diesjährige Übung der beiden Feuerwehren fiel gegen 18:15 Uhr am Freitagabend, als die Kreisleitstelle Gütersloh den Löschzug Langenheide zu einem Brand in einer Scheune an der Straße „Heide“ alarmierte. Nach einer Verpuffung war dort ein Feuer ausgebrochen, das vier Personen den Fluchtweg aus dem Gebäude versperrte. Auf Anforderung durch den Löschzugführer und Einsatzleiter Dirk Riecke wurde nach Absprache der beiden zuständigen Leitstellen auch für die Ortsfeuerwehr Neuenkirchen Funkalarm gegeben. Die Regionalleitstelle Osnabrück löste diesen kurze Zeit später mit dem Stichwort „Nachbarschaftliche Löschhilfe“ aus.

Die eintreffenden Einsatzkräfte aus Langenheide und Neuenkirchen gingen umgehend zur Menschenrettung in die Scheune vor und konnten vier Vermisste lokalisieren und retten. Beide Feuerwehren setzten hierzu jeweils zwei Atemschutztrupps ein und stellten eine eigene Atemschutzüberwachung. Zeitgleich wurde ein Löschangriff aufgebaut, um die Brandbekämpfung durchführen zu können. Während die Einsatzkräfte des Löschzuges Langenheide die Wasserversorgung über einen Unterflurhydranten sicherstellten, nutzten die Einsatzkräfte der Ortsfeuerwehr Neuenkirchen einen nahe gelegenen Teich, um eine Wasserentnahmestelle einzurichten.

Nach der erfolgreich abgeschlossen Übung bedankte sich Zugführer Dirk Riecke zunächst bei den Feuerwehrmitgliedern, die an der Übung teilgenommen haben, und besonders bei der Familie Niewöhner, die ihre Scheune und ihr Grundstück zur Verfügung gestellt hatten. Zur weiteren Nachbesprechung und zum gemeinsamen Ausklang der Übung lud er in das Gerätehaus des Löschzuges Langenheide ein.

Ein Aspekt der Nachbesprechung war die Kommunikation zwischen den beiden Feuerwehren aus Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen, die aktuell durch die Einführung des Digitalfunks dominiert wird: Während der Löschzug Langenheide in der Stadt Werther bereits überwiegend digital funkt, erfolgt der Funk in der Stadt Melle noch analog. Ein Folgetermin soll nach der Einführung des Digitalfunks in Melle dazu dienen, die Voraussetzungen für die zukünftige Funkkommunikation zu schaffen und von den Vorteilen des Digitalfunks länderübergreifend zu profitieren.

Nils Hoyermann




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