Fachdienst Sicherheit

Um alle Belange rund um die Sicherheit im Feuerwehrdienst kümmert sich als Sicherheitsbeauftragter Achim Schlörmann (Ortsfeuerwehr Melle-Mitte). In diesem Amt ist er seit 2001 sechs Mal für jeweils drei weitere Jahre bestätig worden.

Rechtsgrundlage

Nach der Rechtslage ist für die Sicherheit in der Feuerwehr der Träger der Freiwilligen Feuerwehr, die Stadt Melle, verantwortlich. Unter bestimmten Voraussetzungen obliegt die Verantwortung darüber hinaus dem im Auftrag des Trägers handelnde Stadt- bzw. Ortsbrandmeister.

Die Aufgaben der gesetzlichen Unfallversicherung, die ihre Grundlage im Sozialgesetzbuch VII (SGB VII) findet, wird unter anderem von Unfallversicherungsträgern und für die Feuerwehr von der Feuerwehr-Unfallkasse Niedersachsen (FUK) wahrgenommen. Nach dem Sozialgesetzbuch VII (§ 22) muss der Träger der Feuerwehr einen Sicherheitsbeauftragten bestellen.

In den 16 Ortsfeuerwehren nehmen zurzeit 24 Mitglieder und in der einen Werkfeuerwehr (Westland / Assmann) zwei Mitglieder die Funktionen der Sicherheitsbeauftragten wahr. Als Stadtsicherheitsbeauftragter übernimmt Achim Schlörmann übergeordnete Funktionen.

Aufgaben des Stadtsicherheitsbeauftragten

Als Stadtsicherheitsbeauftragter unterstützt Achim Schlörmann den Stadtbrandmeister bei allen Aufgaben zur Unfallverhütung. Einen Schwerpunkt bilden hierbei die Maßnahmen zur Einhaltung der Unfallverhütungsvorschriften. Die Wichtigkeit dieser Aufgabe wird u.a. dadurch dokumentiert, dass der Stadtsicherheitsbeauftragte stimmberechtigtes Mitglied im Stadtkommando ist.

  • auf Unfallgefahren aufmerksam machen und beraten,
  • die Feuerwehrkameraden zu unfallsicherem Handeln anhalten,
  • Kontakt zur Feuerwehr-Unfallkasse Niedersachsen halten,
  • Unfälle, die sich im Feuerwehrdienst ereignet haben, aufnehmen und die Unfallanzeige über die Stadt Melle an die Feuerwehr-Unfallkasse Niedersachsen weiterleiten,
  • aus den Unfallanzeigen Rückschlüsse auf ähnliche Gefahrenquellen ziehen und auf deren Beseitigung hinwirken,
  • themenspezifische Infoblätter der Feuerwehr-Unfallkasse Niedersachsen an die Sicherheitsbeauftragten der Meller Ortsfeuerwehren weiterleiten und erläutern,
  • Teilnahme an der jährlichen Fortbildungsveranstaltung der Stadt-/Gemeindesicherheitsbeauftragen im Landkreis Osnabrück,
  • Organisation und Durchführung der alljährlichen Dienstbesprechung für die Sicherheitsbeauftragten der Meller Ortsfeuerwehren
  • sowie die Teilnahme an den Stadtkommandositzungen.

Meilensteine für mehr Sicherheit

Seit 2001 wurden nachfolgende Themen im Bereich Sicherheit umgesetzt:

  • Auf Basis der EN 469 "Schutzkleidung für die Feuerwehr" und der unterschiedlichen Herstellerinformationen und -materialien wurde das Konzept für die  Anschaffung einer neuen Einsatzüberhose für den Atemschutzgeräteträger erarbeitet. Es wurden Einsatzüberhosen gemäß Hupf (Teil 4), Typ A angeschafft.
  • 2004 wurde auf Grundlage der v. g. EN 469 eine neue Einsatzüberjacke nach Hupf (Teil 1) angeschafft.
  • 2006 wurden für alle Atemschutzgeräte Notsignalgeber vom Typ Super Pass II angeschafft.
    Der Notsignalgeber ist eine Art „Totmannschalter“, der selberständig auslöst, sobald sich ein Atemschutzgeräteträger eine längere Zeit nicht mehr bewegt. Der Atemschutzgeräteträger kann den Notsignalgeber auch selbst auslösen, um auf eine Notfallsituation hinzuweisen. Durch ein akustisches (85 dB) als auch durch ein Lichtsignal des Notsignalgebers kann der verunglückte Atemschutzgeräteträger schneller aufgefunden werden.
  • 2008 beschaffte die Freiwillige Feuerwehr Melle zur Ausstattung der Atemschutzsicherheitstrupps gemäß Feuerwehrdienstvorschrift 7 für alle Ortsfeuerwehren:
    1. Atemschutznotfalltaschen, in denen im Einsatz jeweils ein Atemschutzgerät, eine Atemschutzmaske, ein Rettungstuch, eine Taschenlampe, Brechwerkzeug und weitere Werkzeuge untergebracht sind, um einem in Not geratenen Atemschutzgeräteträger mit Atemluft zu versorgen bzw. diesen aus Notfallsituationen zu befreien zu können, und
    2. Leinenführungssysteme, mit denen die Atemschutzsicherheitstrupps ihre Rückzugwege schneller und einfacher wieder auffinden.
  • 2012 erfolgte für Atemschutzräteträger beim DMT-Zentrum für Brand- und Explosionsschutz in Dortmund ein Training „Maßnahmen bei unkontrollierter Gasausströmung und Beherrschung von Gasbränden“. Ziel des Trainings war unter anderem das Berteilungen von Gasbränden in der Flüssig- und Gasphase, Kühlung von Industrieanlagen, Kontrollieren und Löschen von Gasbränden mit dem Hohlstrahlrohr sowie die Risikoeinschätzung und Bekämpfung von Gasbränden bei unterirdisch verlegten Gasleitungen. Hieran nahmen 25 Atemschutzgeräteträger teil.
  • 2014 wurde die Standard-Einsatz-Regel für den Atemschutzeinsatz (SER Atemschutz) für die Feuerwehr der Stadt Melle verabschiedet, die die Ausrüstung und das Vorgehen des Angriffstrupps und des Sicherheitstrupps unter Atemschutz regelt.
  • 2015 und 2016 fanden Seminare „Notfalltraining für Atemschutzgeräteträger“ statt. Ziel dieser Seminare war, die SER Atemschutz als Multiplikatoren-Ausbildung für die 16 Orts- und zwei Werkfeuerwehren. Das an den beiden Tagen Erlernte wurde anschließend in drei Atemschutznotfallübungen abgerufen. Insgesamt wurden 36 Atemschutzgeräteträger als Multiplikatoren-Ausbilder geschult.
  • 2016 beriet der Sicherheitsbeauftragte bei der Ersatzbeschaffung der Feuerwehrhelme.
  • In 2019 bot die Fa. TRAICON Brandschutz UG ein Training „Elektrische Gefahren an der Einsatzstelle“ an, an dem insgesamt 40 Atemschutzgeräteträger teilnahmen.
  • 2019 wurde eine Überprüfung des Zustandes der Einsatzüberhosen in den 16 Ortsfeuerwehren durchgeführt. Aus dem Ergebnis wird eine Ersatzbeschaffung abgeleitet.
  • Ab 2020 ist eine Ersatzbeschaffung der vorhandenen Einsatzüberjacken angedacht.
  • Im Jahr 2020 soll eine regelmäßige Ausbildung von Feuerwehrkameraden/innen mit der Motorkettensäge begonnen werden. Das Seminar wird durch ein hierfür qualifiziertes Unternehmen durchgeführt.
  • In 2020 wird sich eine Arbeitsgruppe mit dem Thema „Einsatzhygiene“ befassen.

Unterstützung des Kreissicherheitsbeauftragten

Auf der Ebene des Kreissicherheitsbeauftragten des Landkreises Osnabrück wirkte Achim Schlörmann in der Arbeitsgruppe „Geräteprüfung“ mit. Aufgabe dieser Arbeitsgruppe war es unter anderem, für die Feuerwehren des Landkreises Osnabrück Hilfsmittel für die Dokumentation der Geräteprüfung zu erarbeiten.



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Achim Schlörmann
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