Ein Artikel von

Martin Dove
Fachwart Presse-/Öffentlichkeitsarbeit
05.06.2022
05.06.2022

„Letzte Rettung“ als Ortsbrandmeister

WELLINGHOLZHAUSEN. Es war die „letzte Rettung“ in seiner Amtszeit als Ortsbrandmeister: Mit einer besonderen Aktion überraschten die Jugendlichen, Aktiven und Ehrenmitglieder der Ortsfeuerwehr Wellingholzhausen ihren aus dem Amt scheidenden Ortsbrandmeister Wolfgang Kleinken.


Dass er an diesem Abend bereitstehen sollte, wusste der Wellingholzhausener Ortsbrandmeister Wolfgang Kleinken – nicht jedoch, was ihn erwarten würde: Mit Blaulicht und Martinhorn rückte der komplette Löschzug vor seinem Wohnhaus an – samt der Drehleiter aus Melle-Mitte, die vor seiner Garage Stellung bezog. „Einsatzübung mit Menschenrettung“ stand an diesem Abend auf dem Dienstplan.

Wolfgang Kleinken ahnte wohl schon, was ihn erwarten würde: Bei der „Rettungsaktion“ fuhr der Korb der Drehleiter bis zur Dachterrasse, so dass Kleinken und seine Frau Corinna zusteigen konnten. Bevor sie jedoch sicher unten ankamen, fuhren sie gemeinsam mit Korbmaschinist Achim Schlörmann noch einmal an eine besondere Position: Aus 30 Metern Höhe mitten im Ortskern von Wellingholzhausen genossen Sie den seltenen und exklusiven Ausblick über das Beutlingdorf.

Zurück am Boden begrüßten Nachfolger Mario Stumpe sowie dessen neuer Stellvertreter Nico Möller den ausscheidenden Ortsbrandmeister. Im Hintergrund hatten sich die Mitglieder der Jugendfeuerwehr, der aktiven sowie der Ehrenabteilung versammelt.

Beim anschließenden Zusammentreffen im neuen Feuerwehrhaus an der Altenmeller Straße würdigten sie alle noch einmal das über 18-jährige Engagement Wolfgang Kleinkens als Ortsbrandmeister in Wellingholzhausen. „Du warst seitdem der Ansprechpartner in Sachen Feuerwehr – und das 24/7, 365 Tage im Jahr. Dafür dankt dir nicht nur die Bevölkerung, sondern ganz besonders die Ortsfeuerwehr mit all ihren Haupt- und Nebenabteilungen“, sagte Kleinkens Nachfolger Mario Stumpe.

Neue Fahrzeuge – neues Feuerwehrhaus

Stumpe erinnerte an die Fahrzeuge, die in der Amtszeit von Wolfgang Kleinken in Dienst gestellt wurden – ein Tanklöschfahrzeug, ein Löschgruppenfahrzeug, ein Mannschaftstransportwagen und ein Gerätewagen Messtechnik. Als „krönenden Abschluss“ bezeichnete Stumpe den Neubau des Feuerwehrhauses, in das die Ortsfeuerwehr im vergangenen Jahr eingezogen ist.

Wolfgang Kleinken bleibt aktiv in der Ortsfeuerwehr und wird dem Kommando als Beisitzer weiter mit Rat und Tat zur Verfügung stehen. Auch Mario Stumpe, der sich für die gute Zusammenarbeit in den vergangenen zwei Jahren bedankte, erhofft sich noch den einen oder anderen Tipp von seinem Vorgänger: „Wir bleiben in Kontakt!“

Maritime Modelllandschaft

Zum Abschied schenkte die Ortsfeuerwehr Wolfgang Kleinken eine maritim gestaltete Modelllandschaft mit einem entsprechenden Gutschein für eine erholsame Auszeit am Meer. Außerdem soll ein Gruppenfoto den ehemaligen Ortsbrandmeister an seine Amtszeit erinnern.

Wolfgang Kleinken erinnerte sich an seinen Weg in das Amt vor gut 18 Jahren: „Da habe ich zu meiner Frau gesagt: ‚Die wollen, dass ich Ortsbrandmeister werde.‘“ – „Wenn du das Strahlrohr gegen den Kugelschreiber tauschen willst, dann mach das“, habe sie geantwortet. Auch wenn der Kugelschreiber heute durch Rechner ersetzt sei, wolle er ihn nun an Mario Stumpe weiterreichen – in der Überzeugung, dass auch er einen guten Job machen werde.

Martin Dove


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